Wir schaffen Arbeitsplätze  
 
  Angefangen hat das Projekt im September 2007.
Zu dem Zeitpunkt waren wir gerade mit dem wesentlich kleineren Film "Belästigung am Arbeitsplatz" fertig, was also die Frage nach einem neuen Film bei Caro und Joshua aufwarf.

Zu Beginn haben wir in endlosen Gesprächen bei viel Kaffee die unterschiedlichsten Ideen hin und her gewälzt.
Recht bald war klar, dass es irgendetwas mit uns zutun haben sollte, irgendetwas, dass uns viel beschäftigte, was uns wichtig war, was wir unbedingt darstellen wollten. Und zwar nicht nur eine Situation, eine Begebenheit wie sie aktuell ist, sondern es war uns auch die Entwicklung sehr wichtig, das was noch werden kann, die Hoffnung.

Da Joshua durch das Ende seiner Schulzeit und das anschließende Lernprojekt „Yumendo“ sehr intensiv mit der Berufsfrage beschäftigt war und Caro das Abitur sozusagen in der Hand hatte und sich ebenfalls Gedanken machte über das „Danach“, ging es in unseren Gesprächen viel über die Zukunft - was man macht als junger Mensch aus seinem Leben? - Worauf will man hinaus?

Daran anschließend kamen wir auf das Thema "Gespräch", das uns als ein sehr wichtiger Faktor bei der Berufsfrage erschien. Bzw. entstand das Anliegen diese Verknüpfung deutlich zu machen, welchen Einfluss Gespräche haben.
Mit dieser Kombination, aus Beruf und Gespräch spielten wir dann herum, überlegten, welche Berufe mit Gesprächen zu tun haben, vom Kellner über Taxifahrer bis zum Priester.

Als letztes kam dann die Frage dazu: Was macht das mit einem Menschen; Beruf und Gespräche? So haben wir versucht zu schauen, was Gespräche und die Frage nach dem Beruf mit jungen Menschen machen und haben das dann versucht als Entwicklung in eine Geschichte zu verpacken.

So entstand es, dass am Anfang des Filmes ein Hauptdarsteller gezeigt wird der relativ normal und langweilig wirkt, der die typischen Probleme hat, in dem man sich vielleicht wieder erkennen kann.
Und das am Ende des Films ein Hauptdarsteller zu sehen ist, der Ideale hat, der ein Vorbild sein kann, bzw. auf jeden Fall jemand, der interessant ist, der anders ist und etwas aus seinem Leben machen will/gemacht hat.

Anfang 2008 war es dann soweit, dass wir ein vorzeigbares Drehbuch hatten.

Bei der Umsetzung kamen dann die ersten wirklich großen Herausforderungen.
Die Schwierigkeiten waren z.B.
• der Hauptdarsteller, für welchen wir jemanden brauchten, der sich dafür durchgehend drei Monate Zeit nahm,
• ein Team von Technikern für Kamera, Licht und Ton, sowie jemanden für die Maske und Regieassistenz, jeweils für 3 Monate,
• ca. 7 Darsteller für die weiteren große Rollen, mit mehreren Wochen Einsatzbereitschaft,
• ein Budget von ca. 12.000,00 Euro,
• eine Kneipe, eine riesige Halle und eine WG, die wir jeweils für 10 Tage besetzen können,
• min. 2 gute Kameras, die wir für drei Monate ununterbrochen nutzen können mit allem Zubehör,
• einen Zeitplan, der mit allen Beteiligten und den jeweiligen Drehorten kombinierbar ist.

Am 5. Juni 2008 war es dann so weit, dass die erste Szene gedreht wurde. Die gesamte Drehzeit dauerte bis September 2008 und umfasste 60 Drehtage.

Ab September 2008 wurde der Film dann in einem langen Kampf mit 60 Stunden Rohmaterial von Caro geschnitten.

Die Premiere ist auf den 28. Juni datiert!

Anschließend ist eine größere DVD Produktion vorgesehen um den Film verbreiten zu können und somit auch nicht unmittelbar am Projekt selber beteiligte Jugendliche mit den Themen des Films zu erreichen. Die DVD soll auch ein Booklet enthalten, in welchem wir die Thematik des Filmes noch einmal ausformulieren und einen Einblick ins „Filmemachen“ geben.

Über die Vorbereitung und die Drehzeit gibt es auch eine ausführliche Dokumentation >>>