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In „EinLeben“ geht es um Emil! Emil ist 21 Jahre alt, wohnt noch bei seinen Eltern und hat sowohl sein Abitur, als auch seinen Zivildienst hinter sich gebracht. Er macht erst mal ein wenig Pause, arbeitet in seiner Stammkneipe „Finnegans“ und genießt seine Freizeit. Von ihm aus könnte es auch noch so weiter gehen wenn da nicht die Eltern wären, die drängen das er endlich etwas macht. Aber Emil hat keine Ahnung was er eigentlich machen will. Er schwimmt so vor sich her. Das Leben nimmt halt so seinen Lauf. Es passiert, was passiert, ohne das er groß daran beteiligt ist. Er lässt sich von allen beeinflussen und ist dadurch zerrissen. Über einen Kontakt seines Vaters gelangt Emil schließlich zur Polizei. Anfangs arrangiert Emil sich ganz gut damit, doch nach und nach merkt er immer deutlicher, das die Polizei nicht sein Ding ist. Er kann zwar nicht argumentieren was das Problem ist, fühlt sich aber unwohl. Und irgendwie geht es dann schneller, als er denken kann und schon ist er wieder draußen. Er weiß auch nicht, ob er sich darüber freuen oder ärgern soll. Er verheimlicht es seinen Eltern, taucht tagsüber vorläufig bei seinem besten Freund Markus unter und geht abends wie gewohnt im „Finnegans“ arbeiten. Eigentlich ist alles wie vorher und doch kann Emil es nicht mehr genießen. Als seine Eltern erfahren, das er sie angelogen hat, fliegt er auch noch zu Hause raus und landet schließlich in einem Wohnwagen vorm „Finnegans“. Er hat alle Freiheit und Zeit der Welt, trotzdem kommt er nicht zu recht. So vegetiert Emil vor sich hin, langweilt sich, macht Schulden beim spielen und hat keinen Plan, geschweige den ein Ziel. Irgendwann wird es dem Kneiper Manni zu viel, als Emil nicht mal mehr dort wirklich zu gebrauchen ist. Also muss der Wohnwagen weg, Emil wäre ja völlig neben der Spur. Noel, der mit seiner Band einmal im Monat in der Kneipe auftritt, steht zufällig dabei und bietet Emil ein Zimmer in ihrer WG an. Ohne drüber nachzudenken, sagt Emil dann spontan zu. Anfangs ist er überfordert, überwältigt von Noel und dem Mitbewohner, die ihre Freiheit nutzen und im Gegensatz zu ihm eine Idee für ihr Leben haben. Er weiß nicht was er mit ihnen reden soll, zieht sich erst mal zurück und ist doch beeindruckt von ihrer Lebensart. Aus der stillen, distanzierten Bewunderung wird nach und nach eine Freundschaft. Sie fragen ihn nach seinen Wünschen und Zielen. Er trifft Menschen, die anders Leben, andere Dinge tun. Er sieht wie es anders geht, entdeckt Möglichkeiten. Die Künstler bewegen ihn. Er ist wieder motiviert, kommt mit den Menschen ins Gespräch, hängt nicht mehr durch und organisiert mit Markus sogar ein Konzert für die Band. Langsam aber sicher festigt sich seine Meinung, dass er etwas anderes tun will, anders leben will. Seine innere Suche führt ihn wieder zu seiner Arbeit als Kellner. Er entdeckt was ihm wichtig an dieser Arbeit ist: das es die Gespräche sind, der Kontakt mit den Menschen. Emil muss sich jedoch eingestehen, dass das „Finnegans“ nicht mehr in seine Idealvorstellung passt. Er stört sich an Mannis Einstellung zu seiner Arbeit. Längst hat dieser der Band gekündigt und sie durch einen Fußballabend ersetzt. Das kommt besser an und bringt mehr Geld. Emil zieht eine erste Konsequenz, kündigt bei Manni und steht wieder vor der Leere und der Frage : Was will ich? Und plötzlich wird ihm klar, dass es eigentlich keine andere Möglichkeit gibt, als selber eine Kneipe zu eröffnen. Er konkretisiert seine Idee und bekommt eine Vorstellung davon, was er für einen Ort erschaffen möchte: eigentlich mehr einen Kulturort - einen Raum der Möglichkeiten, den man gestalten und nutzen kann, wo man sich begegnen kann. Doch der Alltag überrennt Emil schnell und er kommt mit der konkreten Planung nicht wirklich weiter. An allen Ecken und Enden werden ihm Kompromisse abgefordert. Seine Freundin will auch etwas Zeit von ihm, die Finanzierung scheint unmöglich und irgendwie findet er keinen passenden Ort. Mal ist es an alle möglichen Bedingungen geknüpft, mal zu teuer, dann zu zerfallen. Emil ist zerrissen und erschöpft. Er hat seine Vorstellung gefunden und trotzdem scheint er nicht vorwärts zu kommen. Er ist entnervt von der theoretischen Arbeit, die nichts mit seinem Anliegen von Gespräch und von dem Mensch zu tun hat. Deswegen macht er mit Noel nachts eine heimliche Aktion. Dabei treffen sie auf Wölfi, den Emil gut aus dem „Finnegans“ kennt. Und plötzlich stehen sie in Emils Kneipe. Zumindest wird sie es eines Tages werden. Weil das Leben eben manchmal mitspielt, kommt er so zu seinem Ort. Emil hat endlich die konkrete Möglichkeit seine Vision an zu packen. Schon beim renovieren seiner Kneipe eröffnet er. Viele Freunde kommen vorbei, helfen mit, unterhalten sich und planen eigene Projekte. Emil hat endlich den Raum geschaffen in dem das passiert, was ihm wichtig ist: Gespräche. Er selbst arbeitet mit, kommt nun aber auch endlich dazu sich konkreten Gesprächen zu widmen, Menschen zu begegnen, während Paula, die kleine Schwester von Markus, den Laden schmeißt. Emil hat sein Ziel erreicht hat. Denkt man. Er aber nicht. Was führt dazu, dass Menschen anfangen, ihr Leben zu verändern? An vielen Stellen, in unterschiedlichsten Situationen und Verfassungen, geht „EinLeben“ diesen Fragen nach. Und kommt dabei nicht drumherum, die Frage nach dem „Ich“ aufzuwerfen. Durch Menschen, die ihr Leben in die Hand nehmen, durch Menschen, die gestalten, verändert sich die Welt! „Unsere Wünsche sind die Vorgefühle der Fähigkeiten, die in uns liegen, Vorboten desjenigen, was wir zu leisten imstande sein werden.“ Johann Wolfgang von Goethe |
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